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Gesellschaft für die
Prävention und Bekämpfung
von Krankheiten des Magen-
darmtrakts und der Leber

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Psychotherapie - Wie und was?
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2.1 Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie ist ein geplanter Prozess, bei dem unter Einsatz
psychologischer Techniken Leidenszustände von Patienten beseitigt oder
wenigstens reduziert werden sollen. Diese Techniken umfassen unter
anderem bestimmte Formen der Gesprächsführung. Sie beruhen auf
unterschiedlichen Modellen, die in den letzten 100 Jahren entwickelt
wurden, z. B. der von Sigmund Freud begründeten Tiefenpsychologie oder
der Verhaltenspsychologie. Es entwickelten sich psychotherapeutische
Schulen, die sich zunächst in ihrem Vorgehen sehr unterschieden. Die
klinische Erfahrung zeigte, dass viele dieser Behandlungen dazu führten,
dass sich die Patienten, die sich solchen Behandlungen unterzogen
hatten, besser fühlten. Wissenschaftliche Untersuchungen der letzten 30
Jahre belegen, dass
Psychotherapie tatsächlich spürbar wirkt (Patientenwahrnehmung,
Therapeuteneinschätzung und objektive Parameter, z. B. Reduktion der
Krankenhaustage),
und dass es methodenübergreifende Wirkfaktoren gibt. Dazu zählen
beispielsweise:
- die therapeutische Beziehung, das Erleben eines Gegenübers (des Therapeuten)
- die grundsätzliche Förderung von Hoffnung
- das Ermöglichen von tiefen Gefühlen
- die Unterstützung durch den Therapeuten
- Trauerarbeit (Abschiednehmen von unrealistischen Vorstellungen)
- Klärung und Einsicht
- Förderung der Realitätsprüfung
- Problemerkennung und Beurteilung, evtl. Neubewertung, auch gefühlsmässig
- Erkennen von zugrundeliegenden Motiven
- Aufdecken von (mehr oder weniger bewussten) Konflikten
- Problembewältigung
- Handlungsentwürfe
- Überdenken von Alternativen
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