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Psychotherapieverfahren im Überblick  
 

Zwei wichtige Theorien dienen aktuell als Grundlagen für psychotherapeutisches Vorgehen:

  • die lerntheoretischen Verfahren (Verhaltenstherapie) auf dem Boden der Verhaltenspsychologie, bei
der erlernte Fehlverhaltensweisen durch neue therapeutisch eingeleitete Lernprozesse korrigiert werden können
  • die Tiefenpsychologie mit dem Konzept der Bearbeitung unbewusster psychischer Vorgänge
Grundsätzlich können für beide Ansätze abgegrenzt werden
  • Einzelpsychotherapie
  • Gruppenpsychotherapie mit den Unterformen:
    - Paar- und
    - Familientherapie
Daneben gibt es die suggestiven und übenden (Entspannungs)verfahren und die Körperpsychotherapieverfahren. Die hier vorgestellten Psychotherapiemethoden sind in der ärztlichen Versorgung anerkannt. Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche psychotherapeutische Behandlung ist der Leidensdruck des Patienten. Bei einem Patienten, den seine Störung nicht für ihn wahrnehmbar beeinträchtigt, ist eine Therapie selten erfolgversprechend. Bezogen auf die Dauer der Behandlung können verfahrensübergreifend verschiedene Konzepte abgegrenzt werden:
  • Kurztherapien, z. B. zur Bewältigung von aktuellen Krisen (Dauer 5-25 Stunden, z. B. Kognitive Therapie, Rational-emotive Therapie, supportive Psychotherapie, Gesprächspsychotherapie; wichtige Verfahren werden später kurz erklärt)
  • Fokaltherapie, bei der man sich auf einen bestimmten Konflikt oder ein bestimmtes ungünstiges Verhaltensmuster und eine auslösende Situation konzentriert (Dauer 25-50 Stunden, z. B. tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, kognitive Therapie)
  • Langzeittherapie (Dauer 50-120 Stunden; psychodynamische oder analytische Psychotherapie, kognitive Therapie)